








































|


AUSSTELLUNG
„Die reformierte Stadtkirche St. Laurenzen
ihre Geschichte und die Reformation in St. Gallen“


» Prospekt zur Ausstellung (PDF)

Auf farbige und anschauliche Weise vermittelt die Dauerausstellung in der Südlaterale der St Laurenzenkirche Einblick in eine wichtige Epoche der St. Galler Stadt- und Kirchengeschichte. Sie zeigt die Bedeutung der Kirche St. Laurenzen als Schauplatz der Reformation in St. Gallen und ihre wechselvolle Geschichte von den Anfängen um ca. 850 bis in unsere Zeit.
Aufschlussreich war 1976/77 die archäologische Ausgrabung: Der erste erkennbare Bau stammt wahrscheinlich aus dem 10. Jh. Es kamen Mauern und Böden mehrerer Vorgängerbauten der heutigen Kirche und zwölf Gräber zum Vorschein, sichtbar wurden auch die Stadtbrände von 1314 und 1418. Im Jahr 1413 erreichte die Stadt, dass die bisher dem Kloster gehörende Laurentiuskirche in die eigene Verwaltung überging.
Laurentius ist die erste Tafel gewidmet. Ihm wird die bis heute gültige Glaubensaussage zugeschrieben, es gehöre zu den christlichen Kernaufgaben, sich um Arme, Kranke, Sterbende und Gefangene zu kümmern.
Die St. Galler Reformatoren Joachim von Watt (Vadian) und Johannes Kessler werden portraitiert. Vadian, hoch angesehener Arzt und Humanist, wurde 1526 Bürgermeister und setzte die Reformation in der Stadt politisch durch. Johannes Kessler begeisterte auch die städtischen Handwerker für die Reformation. Am Ende seines Lebens übernahm er die Leitung der reformierten Kirche in St. Gallen.
1524 wurden die Prediger zu St. Laurenzen vom Rat aufgefordert, von jetzt an das heilige Evangelium „hell, klar und gemäss der richtigen christlichen Auslegung“ zu verkündigen. Im Zug der Reformation wurde die Kirche im Dezember 1526 von „götzen und bildern“ gesäubert und diente fortan als reformierte Stadtkirche.
Zwei Tafeln erinnern an das eindrückliche Lebenswerk zweier bedeutender St. Gallerinnen, beide waren Mitglieder unserer Kirchgemeinde: Anna Schlatter (1773-1826) und Dora Rittmeyer-Iselin (1902-1974)
Und schliesslich: Musik spielt eine wichtige Rolle im kirchlichen Leben: „sie soll das Herz emporheben, das Lob Gottes erschallen lassen, trösten und Zuversicht wecken“. Dies geschieht bis heute in vielen traditionellen und zeitgemässen musikalischen Formen.
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mo 09.30 - 11.30 Uhr
14.00 - 16.00 Uhr
Di - Fr 09.30 - 18.00 Uhr
Sa 09.30 - 16.00 Uhr
Winterhalbjahr und Ferien:
je bis 16.00 Uhr
Marktgasse 25, St. Gallen
|
|
 |